Volksschule, Krenglbach, Oberösterreich

Die fußläufige Verbindung zwischen Dorfzentrum und neuer Schule läuft nicht entlang der Straße sondern als verkehrsfreie, parallel verlaufende Achse. Der Vorplatz und die Eingänge zum neuen multifunktionalen Schulgebäude reagieren auf diese Gegebenheit.Die bestehende Verbindung zum Kindergarten und zur Sportanlage wird räumlich aufgewertet. So werden auch die östlich und südlich des Schulbauareals liegenden Wohngebiete angebunden. Straßenraum und Bachlandschaft werden über den seitlichen Vorplatz räumlich miteinander verknüpft. Auch durch das Gebäude hindurch ist die Bachlandschaft zum Eingangsbereich hin spürbar - der Hof als verbindendes, zentrales Element folgt dem natürlichen Geländeverlauf und ist von der Schule und vom Hort aus gut nutzbar.

Das Haus öffnet sich freundlich und großzügig zur Straße hin. Schule, Bibliothek und Veranstaltungsbereich sind von einem gemeinsamen Windfang aus erschlossen. Der Hort wird intern an die Schule angebunden, ist jedoch extern zugänglich. Die einzelnen Funktionsbereiche Schule-Hort-Veranstaltung-Bibliothek werden so eingeplant, dass ein Höchstmaß an Synergieeffekten erzielt werden kann, ohne nicht gewünschte funktionelle Überschneidungen in Kauf nehmen zu müssen

Das Gebäude ist architektonisch funktional und klar gestaltet. Auf modische Aktzente wird verzichtet. Die Qualität entsteht durch den überlegten, räumlich durchgebildeten Baukörper, zurückhaltende Materialwahl und konsequente Detaillösungen. Die Zurückhaltung in der Gestaltung, die gewählten Materialien und die Grundkonfiguration der Anlage stehen im Kontext zur Bauweise der Region.

Nicht offener Realisierungswettbewerb mit EWR-weitem Bewerbungsverfahren und Verhandlungsverfahren 2009, 1. Platz
ProjektdatenNeubau Volksschule und Turnsaal mit Veranstaltungsnutzbarkeit, Hort und Bibliothek
AuftraggeberVerein zur Förderung der Infrastruktur der Gemeinde Krenglbach
ZeitraumBaubeginn geplant für Sommer 2011
Fertigstellunggeplant für Frühjahr 2012