Justizzentrum Korneuburg, Niederösterreich

 

Das Gericht steht als repräsentatives Bauwerk im Vordergrund, das Justizzentrum wird von der Autobahn abgeschirmt im ruhigeren, östlichen Bereich des Areals eingeplant. Die gegliederte, offene Struktur der Anlage erlaubt eine optimale Belichtung aller Fassaden und wirkt offen, durchlässig und transparent. Das Areal ist intensiv durchgrünt. Der T-förmige Baukörper der Justizanstalt definiert auf dem Areal Freibereiche mit unterschiedlichem Nutzungscharakter. Der Wirtschaftshof liegt im Nordwesten, die begrünten Bewegungshöfe und Dachterrassen sind südorientiert. So entstehen freundlich gestaltete, ruhige und sonnige Freibereiche.

Eine klare Trennung der Zugänge und Wegeführung für Besucher, Bedienstete und Inhaftierte, sowie kurze und übersichtliche Erschließungswege sind zentrale Entwurfsparameter. Der Wohnbereich für die Häftlinge ist baulich vom restlichen Bereich der Justizanstalt getrennt. Die Grundrissorganisation soll einen humanen, zeitgemäßen Strafvollzug ermöglichen.

Das Gericht präsentiert sich als offenes, übersichtliches, lichtdurchflutetes Bauwerk. Eine große von oben belichtete Halle verbindet alle Geschosse und Funktionen. Der Grundriss baut auf einem 125 cm Fassadenraster auf und ist hochflexibel. Als Erweiterung kann das Gebäude aufgestockt werden ohne dass die baurechtlichen Rahmenbedingungen gesprengt werden.

Eine ausgefachte Stahlbetonkonstruktion ermöglicht die wirtschaftliche Errichtung und spätere bauliche Veränderungen. Die einfachen, kompakten Baukörper und hoch wärmegedämmte Aufbauten gemeinsam mit effizientem und modernem Haustechniksystem mit Solarnutzung gewährleisten eine ökologisch orientierte Bauweise im Niedrigenergiehausstandard.

 

Lageplan
Wettbewerb 2008